Generalversammlung 2011

TSV Mutlangen 2011: Fit für die Zukunft

Anlässlich der am Freitag, den 25.März 2011 stattgefundenen Generalversammlung blickte der TSV Mutlangen auf ein sportlich erfolgreiches, auf ein gelungenes Jahr 2010 zurück. Aufgrund der Größe des Vereins (über 1600 Mitglieder) bewies der TSV Mutlangen einmal mehr, dass neben Quantität auch Qualität geboten wird. Aufgrund der hohen Anzahl von Jugendlichen im Verein blickt dieser positiv der Zukunft entgegen.

Zu Beginn der Veranstaltung war die Verwunderung zunächst groß, blieb doch entgegen den Vorjahren ein Vertreter der Gemeinde zur Überbringung von Grußworten der Generalversammlung des größten Vereins in Mutlangen fern.
Der erste Vorsitzende Karl-Heinz Kurz erklärte zu Beginn seiner Rede den aktuellen Stand im Hinblick der kürzlich verlaufenen Diskussion einer Hallenbelegungszeit in der Hornberghalle. Entgegen anderslautender persönlicher Aussagen des Bürgermeisters, sah sich dieser trotz 12-maligen Vorsprechen des Vereins bei der Gemeinde nicht in der Lage, eine Entscheidung über einen Hallenbelegungstermin zu treffen, sondern schob die Entscheidung weiter an den Gemeinderat. Dieser entschied, einen seit Jahren bestehenden Termin, bei welchem rd. 40 Kinder durch den TSV betreut werden, dem TSV zu streichen und vergab diesen Termin an eine Gruppe mit einem Betreuungsangebot für 6 Jugendliche. Um einen beantragten Bürgerentscheid des Vereins über diese Sache zu umgehen, teilte das Bürgermeisteramt später dem Verein mit, dass die Entscheidung nun plötzlich von ihm selbst gefällt worden sei, Rechtsmittel des Vereins seien daher nicht gegeben. Der TSV wurde hierbei von der Gemeinde regelrecht ausgetrickst. Die von uns gewählten Vertreter der Gemeinde waren jedoch nicht in der Lage, dies bei einer persönlichen Vorsprache an diesem Abend zu erläutern. Der Verantwortung der Gemeinde, dem gemeinen Volk zu dienen und nicht gemein zum Volk zu sein, war sich diese wohl in dieser Sache nicht bewusst.
Positiv am vergangenen Jahr war, dass die Mitgliederzahlen auf einem erfreulich hohen Niveau blieben. So hatte der TSV mit Stand zum 01.01.2011 1621 Mitglieder in seinen Abteilungen Fußball, Volleyball, Turnen, Badminton und Leichtathletik.
Neben den sportlichen wurden vom TSV auch zahlreiche weitere gesellschaftliche Veranstaltungen mitgetragen, wie z.B. das Dorffest, die Tour Gingko, das Fußball-Jugendcamp, den Besen, ein Betriebssportfest, die Lebendige Krippe und der Seniorennachmittag.
Zum Schluss seines Vortrages dankte Karl-Heinz Kurz allen Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement im Verein.

Im Anschluss daran gab der Kassier des TSV, Wolfgang Stegmaier, einen Überblick über die Finanzen. Der TSV schultert inzwischen einen Umsatz eines mittelständischen Unternehmens und erzielte in 2010 bedingt durch Änderungen in der Abrechnung von Zuschüssen und Förderungen einen leichten Verlust. Erfreulich nach wie vor ist, dass der Verein keinerlei Schulden besitzt, was heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich ist.

Der Abteilungsleiter Fußball, Harald Müller, blickte mit dem Aufstieg der aktiven Mannschaft auf ein sportlich erfolgreiches Jahr zurück. In der laufenden Saison startete man ordentlich, fand sich jedoch nach einer Niederlagenserie auf einem Abstiegsplatz wieder. Die jüngsten Auftritte der 1. Mannschaft geben jedoch Hoffnung auf den Verbleib in der Liga.

Grund zur Freude bereitet auch die gute Fußballjugendarbeit des TSV betonte der Jugendleiter Martin Nitsche-Stütz. Mit den Aufstiegen mehrerer Jugendmannschaften in höhere Spielklassen wurden bereits Nachweise der guten Jugendarbeit erbracht. Zugleich lieferte er beeindruckende Zahlen hinsichtlich der ehrenamtlichen Tätigkeit der Jugendtrainer im Verein, beträgt der durchschnittliche Zeitaufwand eines Fußballtrainers im Verein doch immerhin über 26 Stunden pro Monat.

Yvette Jungkeit als Abteilungsleiterin der Turnabteilung wies auf das Angebot mit Badminton, Akrobatik, Leichtathletik für über 400 Jugendliche neben dem Turnen hin. Auch für Erwachsene zeichnet sich der Verein mit einer großen Bandbreite an Angeboten, wie Jedermannturnen, Steppgruppe und Jazztanzgruppe aus. Das vielfältige Angebot der Turnabteilung runden die Aktivitäten des Sport-Spaßes Schwäbischer Wald ab. Margit Peller wies darauf hin, dass es auch unter Anschaffung aktueller Geräte immer mehr gelingt, der Bevölkerung die gesundheitsfördernden Aktivitäten des TSV näher zu bringen..

Die Volleyballabteilung blickte lt. Jürgen Schierle mit 2010 auf das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte zurück, gelang doch mit dem Aufstieg aller 3 aktiven Mannschaften ein historisches Triple. Die Ankunft auf dem Boden der Tatsachen in der aktuellen Saison war daher nicht weiter erstaunlich. Lediglich ein Abstieg in dieser Saison und das durchweg junge Durchschnittsalter aller Mannschaften zeigt jedoch, dass der Leistungszenit noch lange nicht erreicht sein muss. Darüber hinaus bietet die Volleyballabteilung im Erwachsenenbereich noch mit 2 Mixed-Mannschaften und der Gruppe der Jedermänner die Möglichkeit, ihrem Hobby nachzugehen.

Im Bericht vom Jugendleiter des Volleyballs, Julian Schmidt, wurde klar, dass das sportliche Aushängeschild des Vereins zweifelsfrei die Jugendabteilung des Volleyballs darstellt. Neben zahlreichen Erfolgen auf Bezirksebene und nahezu ebenso vielen Teilnahmen an Württembergischen und Süddeutschen Meisterschaften konnte auf die Erringung des württembergischen Meistertitels im weiblichen U 13- Bereich verwiesen werden. Berufungen in eine Auswahlmannschaft des Landesverbandes Württemberg und sogar in die deutsche Jugendnationalmannschaft zeigen, dass man auch überregional auf die exzellente Nachwuchsarbeit des TSV Mutlangen aufmerksam geworden ist und diese entsprechend würdigt.

Bei den Wahlen ergab sich, dass die Funktion des 2. Vorstands des Vereins weiterhin durch Ulrich Pflüger ausgeübt wird. Harald Müller als Abteilungsleiter Fußball, Yvette Jungkeit als Abteilungsleiterin der Turnabteilung, Johannes Widmann als Jugendleiter Turnen und Thomas Hartmann als Kassenprüfer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Hinzu wurde die Position als Vertreter der Ehrenmitglieder mit Christa Müller neu besetzt.
Anlass zum Wehmut gab lediglich zum Abschluss der Veranstaltung die Ankündigung des Vorsitzenden Karl-Heinz Kurz, im nächsten Jahr nach 17 erfolgreichen Jahren nicht mehr für die Wahl des 1. Vorstandes zur Verfügung zu stehen.

 

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